Auskunftsrecht für Betroffene

Immer wieder fragt man sich, woher hat der (Ab-)Sender nur meine Daten und warum? Viele Verbraucher (i.S. d. BDSG Betroffene) wissen nicht, dass sie ein Auskunftsrecht haben: § 34 BDSG Auskunft an den Betroffenen.

Das Auskunftsrecht gewährleistet, dass jedermann erfahren kann „wer was wann und woher“ über einen espeichert hat. Das Auskunftsrecht ist somit ein zentrales Recht im Datenschutz (§ 6 BDSG). Eine bestimmt Form ist für das Auskunftsersuchen nicht vorgeschrieben. Nimmt ein Betroffener dieses Recht war, muss diese Auskunft vollständig sein.

Und was ist, wenn keine Daten über den Antragsteller gespeichert sind? Das spielt keine Rolle. In diesem Fall ist dem Antragsteller genau dies mitzuteilen.

Wie mache ich als Betroffener (Verbraucher) von meinem Auskunftsrecht gebrauch? Eine bestimmte Form ist hierfür gesetzlich nicht vorgeschrieben. Es ist aber sinnvoll, die Anfrage schriftlich an das Unternehmen zu richten. Sie wollen von Ihrem Auskunftsrecht Gebrauch machen und wissen nicht wie? Schreiben Sie mir, gerne stelle ich Ihnen eine Musteranfrage zur Verfügung.

Was ist wenn das Unternehmen oder die Behörde nicht antwortet? Die verantwortliche Stelle ist zu einer Auskunft gesetzlich verpflichtet. Eine Auskunft muss vollständig, korrekt und zeitnah an den Anfragenden ergehen. Ansonsten drohen bis zu 50 000 Euro Bußgeld (§ 43 BDSG).

Noch ein Hinweis: Die Auskunftserteilung ist für den Betroffenen kostenlos, d. h. das Unternehmen/Behörde hat die Kosten, die durch die schriftliche Auskunftserteilung entstehen, selbst zu tragen.